Hirse – ein Wunderwuzzi mit Stiefkind Charakter in unseren Küchen…

hirse laiberlein moderneres Wort für Wunderwuzzi wird zur Zeit wohl „Superfood“ sein.. und genau das ist Hirse: ein heimisches Supernahrungsmittel…

Eine meiner Tanten meinte immer „Wer schön sein will muss leiden!“ Nichts da! Wer schön sein will, darf Hirse essen – eine der wohl ältesten und mineralstoffreichsten Getreidesorten der Welt.

Wer Hirse gut verstoffwechseln kann, für den ist dieses tolle Nahrungsmittel nicht nur ein glutenfreies Getreide, sondern punktet vor allem durch die vielen Mineralstoffe und Spurenelemente, die es enthält: Reich an Eisen, Magnesium und vor allem Kieselsäure in Form von Silizium fördert es die Elastizität und Spannkraft unseres Bindegewebes. Der Hautstoffwechsel wird ebenfalls unterstützt, was dazu führt, dass unsere Haut Feuchtigkeit besser binden kann und darüber hinaus unsere Haare und Nägel gesünder wachsen.
Permanente Müdigkeit könnte der Vergangenheit angehören!!!
So ganz nebenbei enthält Hirse wie eingangs erwähnt auch noch sehr viel Eisen: ein wichtiges Spurenelement bei der Bildung von roter Blutzellen, das ebenso am Sauerstofftransport im Blut, an der Energiegewinnung und der Zellteilung in unserem Körper beteiligt ist.

Zur besseren Eisenaufnahme sollte Hirse (oder auch jedes andere eisenhaltige Gemüse/Getreide/Obst) mit Vitamin C kombiniert verzehrt werden. Nichts leichter als das, wenn man bedenkt, dass ein Porridge aus Hirse erst durch Obst besonders lecker schmeckt oder ein Spritzer frisch gepresster Zitronensaft einen pikanten Hirsesalat erst richtig abrundet.
Hirse das Stiefkind unserer Küchen?
Hirse wird in vielen Ländern angebaut, früher auch sehr viel in unserem gemäßigtem Klima. Leider wurde die Hirse nach und nach von den heimischen Feldern verdrängt und geriet so über die Jahrhunderte in Vergessenheit. So wurde der Hirsebedarf lange Zeit mit Importen aus Russland oder China gedeckt. Da jedoch immer mehr Menschen auf eine wertvolle Ernährung achten, findet unsere Hirse zum Glück wieder seinen Weg zurück auf unsere Felder. Ich selber achte dennoch beim Einkauf auf die Herkunft, die auf der Packung angegeben sein muss, wenn ich sicher sein möchte, dass auch wirklich heimische Hirse auf dem Teller landet.

Nun aber zu einigen Rezepten..beginnen wollen wir mit Gemüse-Hirse-Laibchen

du brauchst:

– 12 dag Hirse (hier nehme ich Goldhirse)
– 0,3 l Wasser
– 20 dag Gemüse nach Saison (Karotten, Sellerie, Erbsen,….)
– 1 Ei
– 2 EL Mehl das du verträgst
– Kräutersalz
– Pfeffer und Gewürze nach deinem Geschmack
– Semmelbrösel zum Wenden (optional geriebener Käse, Sesam…)
– 0,125 l gutes Öl oder Kokosfett

so gehts…

Hirse gut und gründlich waschen und mit Wasser etwa 6 Minuten aufkochen lassen, bei geringer Hitze ausdünsten lassen. Gemüse (Karotten, Sellerie, Erbsen,… was gerade verfügbar ist und dir schmeckt) grob aufreiben, kochen und zur überkühlten Hirse geben. Restliche Zutaten untermengen, Laibchen formen, in Brösel(optional auch mit Käse gemischt, gerne auch mit Sesam) wenden und in Fett beidseitig goldgelb herausbacken.

Gerne kannst du die Hirselaiberl auch als Burger anrichten… einfach mit Salat, Zwiebel, Tomaten und evt einer deiner Lieblingssoßen aufstapeln und schmecken lassen… hirse burger

noch ein schönes Rezept, das dir evt noch nicht bekannt ist sind Hirsenockerl….

Griesnockerl kennt jeder… jedoch steckt im Hirsenockerl so viel an Mehrwert…

du brauchst…

20 g Butter (optional Alsana)
1 Stk Ei
60 g Hirse (gemahlen)
1 Prise Muskat
2 Prise Salz

so gehts..

hirse nockerl mit salbeiDie Butter (Alsana) schaumig rühren, den Eidotter untermischen und würzen.
Das Eiklar zu steifem Schnee schlagen und zugleich mit dem Hirsemehl unter die Masse mengen.
Die Masse im Kühlschrank ca. 1 Stunden stehen lassen. Mit 2 Esslöffeln Nockerln formen, in Salzwasser einkochen und ca. 20 Minuten zugedeckt ziehen lassen.

Du kannst die Nockerl gleich so verwenden oder aber auch zb in etwas gutem Öl mit einigen Blättern Salbei leicht anbraten und als Gnocci servieren… ich liebe das…

 

 

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