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Jiao Gulan… das Kraut der Unsterblichkeit? … oder der VERBOTENE TEE

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Endlich ist der Frühling da und mit ihm auch ein gesteigertes Wahrnehmen unserer Körperlichkeit bzw unserem Tatendrang etwas für unsere Gesundheit zu tun….
Wer zb. Gesundheit trinken will, kann es mit Jiaogulan (Gynostemma pentaphyllum) in Teeform versuchen.

Denn Jiaogulan Tee (auch Jiao Gu Lan oder Xiancao) wird nicht ohne Grund als Kraut der Unsterblichkeit bezeichnet. In der Region Guizhou in Südchina wird täglich Jiaogulan getrunken. Das ist angeblich auch der Grund, warum es in dieser Region überdurchschnittlich viele über 100-Jährige gibt. Jiaogulan ist aber nicht nur für die Gesundheit eine wahre Wohltat. Im Gegensatz zu anderen gesunden Teesorten, die geschmacklich nicht mit ihrer positiven Wirkung mithalten können (und ich weiss von was ich schreiben…) ist der angenehm süßlich-herbe Tee eine Freude für den Gaumen.

Wirkung von Jiaogulan Tee
1991 wurde das Jiaogulan Kraut auf der Conference of Traditional Medicines zu einem der 10 wichtigsten tonisierenden Kräuter ernannt. Berichtet wurde über die Pflanze aber schon im 15. Jahrhundert nach Christus.

Die Wirkung des Krauts beruht auf dem Wirkstoff der Ginseng Pflanze. Die enthaltenen Ginsenoside sind allerdings in Jiaogulan Tee um ein vielfaches konzentrierter, als in Ginseng selbst. Der hohe Gehalt an Gypenosiden macht Jiaogulan-Tee so besonders. Ebenso enthalten sind Polysaccharide, Aminosäuren, Vitamine und Mineralstoffe, die in Kombination wohltuend für allerlei Symptome sind. Egal ob hoher oder niedriger Blutzdruck, hohe oder niedrige Zuckerwerte – Jiaogulan wirkt immer ausgleichend und harmonisierend. Das Miracle Grass hat einen bedeutenden Ruf als Anti-Aging Pflanze.

… Jiaogulan Tee stärkt das Immunsystem (die Lymphozyten)
… reguliert den Blutdruck
… senkt Blutfette und Blutzucker
… hilft bei Diabetes
… fördert die Durchblutung
… stärkt die Pumpleistung für das Herz
… beugt Thrombose, Herzinfarkt und Schlaganfall vor
… wirkt krebshemmend (enthält das tumorhemmende Glykosid Ginsenosid Rh2)
… senkt den Cholesterinspiegel
… unterstützt Gewichtsabnahme
… wirkt gegen Arteriosklerose
… kurbelt die Bildung der weißen Blutkörperchen an
… ist stressmindernd und nervenstärkend

Noch ein Tipp für alle mit einem mehr oder minder grünen Daumen:

Jiaogulan kann man auch selbst anbauen. Der Anbau von diesem besondern Kräuterlein, übrigens einer Pflanzenart aus der Familie der Kürbisgewächse ist am Fensterbänkchen in der Wohnung möglich um so das ganze Jahr frischen Jiaogulan Tee bzw Salat/Gemüse  zu ernten. Jiaogulan mag es warm und liebt ein halbschattiges Plätzchen. Das Kraut wächst schnell und lässt sich auch trocknen. Zudem können mit den jungen Triebspitzen auch Salatgerichte verfeinert werden. Für den Anbau empfielt es sich die Samenkerne in lauwarmes Wasser zu legen, einzuweichen und danach anzubauen. Achtung: Angeblich wächst die Kletterpflanze 6 cm am Tag. Auch der eigene Balkon eignet sich hervorragend für den Anbau – die Pflanze ist immerhin bis -18 Grad winterfest.

Und um den herzlich willkommenen Kritiker gleich mal den Wind aus den Segeln zu nehmen… ja ich liebe auch heimische Wildkräuter und benutze auch sie täglich in meiner Kuchl… UND empfehle sie in meinem bescheidenen Wissen auch meinen Klienten weiter… gut so?

… herzlichst eure Claudchi… und jetzt raus in die Sonne mit euch… es ist immer das was ihr draus macht..

Hanfmilch – selber machen

Eine gute Alternative zur Kuhmilch…
Hanfmilch als pflanzlicher Milchersatz ist frei von Laktose, Milcheiweiß, Soja, Cholesterin und Gluten. Die sehr gute Nährwerten machen die Hafermilch für Menschen mit Lebensmittel Intoleranzen zur sehr guten Milch-Alternative.

Hanf wurde aufgrund seiner Bestandteile mit berauschender Wirkung in Europa lange Zeit geächtet und von den heimischen Feldern fast vollständig verdrängt. Dabei liefert die uralte Kulturpflanze mit ihren Samen sehr nahrhafte Körner, die gesund sind, weil sie viele essentielle Aminosäuren enthalten, reich an Mineralstoffen und Vitaminen sind und sich hervorragen zur Ölgewinnung eignen.

Hanfmilch – was ist das?
Hanfmilch besteht tatsächlich nur aus Hanfsamen (teils auch Hanföl) und Wasser. Industrielle hergestellt beinhaltet er auch etwas Salz und Reissirup oder Tapiokastärke zum Binden und Süßen. Rezept zum Selbermachen weiter unten..

Um den Hanfdrink haltbar zu machen, werden bei industriell hergestellten Produkten teilweise noch Emulgatoren hinzugefügt. Bei geschälten Hanfsamen entfällt das Filtern der Hanfmilch, wodurch die gesunden Bestandteile des Hanfsamen auch im Hanfgetränk erhalten bleiben.

Rezept.. du brauchst

  • geschälte Hanfsamen
    Wasser
    eine Prise Salz
    je nach Geschmack Süßungsmittel (zum Beispiel Datteln, Reissirup oder Kokosblütenzucker optional)
    je nach Geschmack für eine besondere Note etwas Vanille oder Zimt  

So gehts:

1 Esslöffel Hanfsamen pro 100ml Wasser verwenden.
Die Zutaten in einen Hochleistungsmixer oder Stabiler geben.
Im Mixer so lange verrühren, bis eine cremige Flüssigkeit entsteht.
Fertig ist die Hanfmilch, die im Kühlschrank etwa zwei bis drei Tage haltbar ist.

Hanfmilch läßt sich gut als Milchersatz verwenden und darf als fett, aber gesund gelten

Wie gesund ist Hanfmilch als Milchersatz?
Hanfsamen enthalten neben Omega-3-Fettsäuren auch Gamma-Linolensäure, eine Omega-6-Fettsäure, die als gesund und als Jungbrunnen für die Zellen gilt. Und anders als bei der Verarbeitung von anderen Milchersatz-Produkten muss Hanfmilch nicht gefiltert werden, wenn geschälte Hanfsamen genutzt werden. Damit bleiben die wertvollen Bestandteile des Hanfsamen auch im Hanfgetränk erhalten. Neben mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind das vor allem Kalium, Magnesium und essentielle Aminosäuren.

Wichtig zu wissen ist auch, dass Hanfmilch stets aus Nutzhanf ohne THC-Gehalt erzeugt wird, es hier also nicht um ein Rauschmittel geht. Das wird streng kontrolliert – und gilt für jedes in Deutschland und Österreich erhältliche Hanfprodukt.

Nährwerte:

Das steckt in Hanfmilch
Betrachtet man die Nährwerte, ist Hanfmilch im Vergleich zu anderen pflanzlichen Milch-Alternativen relativ fettreich. Der Milchersatz enthält dafür aber nur sehr wenige Kohlehydrate und ungesüßt so gut wie keinen Zucker. Mit rund 40 kcal pro 100 ml Hanfdrink gehört Trinkhanf zwar nicht unbedingt zu den Schlankmachern, enthält aber im Vergleich zu anderen Milch-Alternativen wenig Kalorien.

Und weil die Energie hauptsächlich aus langsam verwerteten ungesättigten Fettsäuren stammt, macht Hanfmilch satt und verhindert Heißhungerattacken. Je nach Produkt stecken etwa 1 g Eiweiß und 3 g Fett, davon 80 Prozent ungesättigte Fettsäuren, in der Milch-Alternative. Da das Hanfgetränk aus geschälten Hanfsamen hergestellt wird, enthält es allerdings keine Ballaststoffe, die zu essen aber gesund wäre.

Hier noch mein zur-Zeit-Favorit-Rezept

Chai mit Hanfmilch

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  • Chai (ich nehme den Chai von Sonnentor, für mich der geschmacksintensivste)
  • Teewasser
  • Hanfmilch, gerne aufgeschäumt
  • Süsse wenn du magst

so gehts

Für Zwei Tassen (deinen Liebsten und Dich :-)…) einen Beutel Chai mit kochendem Wasser übergiessen und 15 Minuten ziehen lassen, in der Zwischenzeit die Hanfmilch aufschäumen. Teebeutel weg und wenn du magst etwas süssen und die schaumige Milch auf den Tee setzen.

Immer wieder fasziniert mich das Wolkenspiel Tee und Milch, ich könnte da stundenlang zusehen..

Geniessen und kuscheln…

 

 

 

 

Brennnessel – UNKRAUT war GESTERN

Die Brennessel (Urtica) ist wohl eines der bekanntesten Heilkräuter unserer heimischen Gärten, Wiesen und Wälder. Vermutlich liegt das an ihrer auffälligen Art sich in Erinnerung zu rufen und den vorbeigehendem Spaziergänger unangenehm zu zwicken, auf das er sie nicht so schnell vergessen möge.

Doch schon unsere Vorfahren wussten dieses einzigartige Kraut, seine Samen und dessen Wirkungen sehr zu schätzen.

Als eines der ersten Kräuter die im Frühjahr das Erdreich durchbrechen, war es durch seinen hohen Vitamingehalt (Vitamine A,B,C und E) gerade für das einfache Volk ein wichtiges „Nahrungsergänzungsmittel“, welches die Mängel am eigenen Körper durch den vergangenen Winter und den damit einhergehenden Vitaminmangel (Skorbut) vertrieb.

Bekannt sind auch ihre entschlackende Wirkung, die Einnahme bei Harnwegstörungen, ihre blutreinigenden und anregenden Eigenschaften, sollte hier ebenfalls nicht unerwähnt bleiben.

Doch diese zu Unrecht als Unkraut bezeichnete Heilpflanze, kann noch einiges mehr.

Bereits vor 2000 Jahren erkannten die Menschen die aphrodisierende Wirkung der Brennesselsamen. Frisch oder getrocknet verzehrt, haben die Samen allgemein eine anregende energetisierende Wirkung und können so auch sehr gut gegen Müdigkeit, oder Stress bedingter Leistungsschwäche eingesetzt werden.

Die Sammelzeit für die Brennesselsamen ist der August. Auf Grund seiner unangenehmen Eigenart, sollte Du Dir Handschuhe beim Sammeln und Ernten anziehen (ein altes Plastiksackerl tut es als Schutz auch).

Um die Brennesselsamen zu konservieren, kannst Du die Samen auf einem sauberen Leinentuch im Schatten trocknen oder sie auch im Dörri trocknen.

Du kannst aber auch die frischen Samen verwenden um zb einen Energiehonig herzustellen —> Energiehonig

energiehonigAchte bei der Aufbewahrung darauf, dass das Gefäß vorher gründlich gereinigt und anschließend luftdicht verschlossen wird. Insbesondere eignen sich hier Einweckgläser.

Brennnessesamen lassen sich auf vielfälige Weise in deinem Speiseplan verwenden. Deiner Fantasie ist keine gesetzt. Überall dort wo du besonders wertvolle Energie und Vitamine/Spurenelemente/Mineralien/Aminosäuren brauchst und es geschmacklich passt — > schwupps Brennnesselsamen dazu.

Ob in Kräuterpalatschinken (oder Fritatten) in Suppen, Brotteig, in deinen Tee, Salat, Gemüse, Eintopf…. oder aber auch einfach aufs Butterbrot…

Unkraut war gestern, heute hat man die Brennnessel als das erkannt was sie ist, ein kleines Wunderwerk der Natur.

GINGER ALE – selber machen (Ingwersirup) zum Aufspritzen oder auch als Teebasis

Gingerale selbstgemacht

Gingerale selbstgemacht

Ingwer. Was für ein Stückerl Energie!

Vor einigen Jahren wusste ich noch gar nicht so viel damit anzufangen. Doch das hat sich geändert, als ich eines Tages mit einer Columbianerin zusammen in einer Küche stand und sie so mal eben zwischendurch einen Tee aus Ingwer, Zitrone und Mascobado Zucker zauberte… da fängt sie jede Erkältung ab – meinte sie – und behielt Recht.

Seitdem kaufen ich ihn in richtigen Massen und ich hab ihn immer, aber wirklich immer in unserer Küche vorrätig. Ohne geht nicht mehr. Für ein einfaches Wok-Gericht verbrauche ich ca ein walnussgroßes Stück. Locker.

Und es ist einfach lecker! Das tolle an Ingwer ist seine Wirkung. Medizinisch ist er ein wahres Wundergewächs. Er hilft bei Übelkeit und Erbrechen, ist mit seinen Vitaminen ein guter Feind gegen Erkältung, hilft gegen Muskelschmerzen, ist entzündungshemmend und auch gegen rheumatische Erkrankungen soll er helfen. Hinzu kommt seine sofortige Wirkung beim Verzehr. Eigentlich auch schon beim Duft, wenn man an einem frisch angeschnittenen Ingwer schnuppert. Der Kopf wird auf einmal klar und man fühlt sich angenehm wach. Zudem wirkt er im Sommer wunderbar erfrischend während er hingegen im Winter auf wundersame Weise wärmt. Und stets lässt er ein wohliges Gefühl zurück.

Als Jugendliche bin ich auf den Geschmack von Ginger Ale gekommen, wusste damals aber nicht dass man diesen sogar selber machen kann… Ingwer in trinkbarer Form… ein wahrer Traum!

Also habe ich damit angefangen mein eigenes Ginger Ale zu mixen. Aus etwas selbst gemachtem Ingwersirup und Mineralwasser. Lecker sag ich Euch! Und das beste ist: man kann selbst dosieren, wie stark man sein Ale haben mag. Einfach genial! Auch heiss aufgegossen mit noch einer Portion Zitrone… ein he-ich-mach-dich-heiss-TEE 🙂

Auch kann man je nach Jahreszeit den Sirup unterschiedlich würzen so kannst du auch gerne etwas Zimt, Nelken oder ähnliches hinzufügen… zb für einen winterlichen Ingwersirup ersetzt man die Zitrone und Limette mit insgesamt einer Orange und röstet sich ein paar Gewürze in einer Pfanne, die man dann in dem Sud aus Ingwer, Zucker und Orange aufkocht. Empfehlenswert für diese Menge 5 ganze Nelken, 10 Cardamomkörner, 10 Zimtblüten und 5-10 Pfefferkörner.

Mascobado Vollrohrzucker ist ein wirklich wertvoller, noch unraffinierter Vollrohrzucker aus ökologischer Produktion. Mit dem Gehalt von wichtigen Mineralstoffen wie Calcium, Magnesium, Zink, Eisen und Phosphor, wird das Süßen nicht nur lecker, sondern auch gesünder. Aber es ist immer noch ein Zucker… 

Zutaten für ca 550ml

  • 500 ml Wasser
  • 200 g Mascobado Zucker (optional auch anderer, allerdings bekommt er dadurch einen vollmundigen Geschmack und eine sehr intensive Farbe.. du kannst auch mehr Zucker nehmen, ich mag eher wenig)
  • 150 g Ingwer
  • 2 Bio Zitrone mit verzehrbarer Schale

so gehts..

Den Ingwer ungeschält in dünne Scheiben schneiden oder hobeln (ich hab ja den Vitamix daher schmeiss ich alles zusammen rein und wummm…). Die Zitrusfrüchte mit heißem Wasser abwaschen, abtrocknen und mit einem Zestenreißer die Schale entfernen bzw. einfach abreiben. Dann die Früchte auspressen.

Alles zusammen mit dem Zucker und ohne Wasser für ein paar Stunden (auch über Nacht) einfach mal entspannen lassen.

Das Wasser mit dem Zucker, dem Ingwerzuckerzitronengemisch  in einen Topf geben, alles aufkochen und für ca.15 Minuten köcheln lassen, bis das Gemisch langsam eine sirupartige Konsistenz bekommt. Das ganze durch ein Sieb (oder eine Feinstrumpfhose…hatten wir ja schonmal..) in sterilisierte Flaschen umfüllen.