Pasta Ficus mit grünen Bohnen & Feigenblätteröl und einem Hauch von Kardamom
Ich liebe Feigen. Punkt. ❤️
Und wenn sich im September der Sommer langsam verabschiedet, dann hole ich ihn mir eben noch einmal auf den Teller. Mit süßen, reifen Feigen, knackigen grünen Bohnen, cremigem Ricotta, Zitrone und einem Öl, das aussieht, als hätte man ein bisschen Sommergrün eingefangen.
Das Feigenblätteröl ist dabei der kleine Geheimtipp. Es duftet herrlich nussig und ein bisschen nach Vanille und macht aus einer einfachen Pasta etwas ganz Besonderes.
Und weil ich Sesam zwar mag, aber Sonnenblumenkerne mindestens genauso gerne habe, kommen bei mir die kleinen Kerne in die Pfanne. Kurz angeröstet, bis sie duften – fertig ist das Knusperglück.
Und dann gibt es da noch meinen kleinen Ayurveda-Moment: Kardamom. Nur ein Hauch davon, aber genau der macht den Unterschied. Er liebt die Feige, verträgt sich wunderbar mit Zitrone und Ricotta und schenkt dem ganzen Teller eine feine, warme Note.
Für 4 Personen
Für das Feigenblätteröl
- ca. 10–12 junge, frische Feigenblätter
- 125 ml mildes Olivenöl oder ein anderes neutrales Öl
- 1 EL Sesamöl
- 1 kleine Prise Salz
Für die Pasta
- 4–6 reife Feigen
- 1 Bio-Zitrone
- 300 g grüne Bohnen
- 400 g Penne
- 250 g cremiger Ricotta
- 4 EL Sonnenblumenkerne
- ½ TL frisch gemahlener grüner Kardamom
- Salz & frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
- 1 Feigenblatt fürs Kochwasser
Und so geht’s
Zuerst kommt das grüne Gold
Die Feigenblätter waschen, die dicken Stiele und die kräftigen Blattadern entfernen und gut trocken tupfen. Nehmt die jungen Blätter, die sind voller Geschmack, ältere sind leicht bitter, die eignen sich wunderbar zum Einwickeln von Fisch am Grill… nur ein Beispiel.
Gemeinsam mit Olivenöl, Sesamöl und einer Prise Salz etwa 5–10 Minuten kräftig mixen. Das Öl darf dabei ruhig warm werden – genau das bringt diese wunderschöne grüne Farbe und das feine Aroma heraus.
Anschließend durch ein feines Sieb oder Teesieb gießen und möglichst rasch abkühlen. Im Kühlschrank aufbewahren.
Kleiner Feigenblatt-Hinweis: Die Blätter enthalten Milchsaft, der die Haut in Verbindung mit Sonne reizen kann. Also beim Ernten ein bisserl vorsichtig sein – und bitte nicht gerade mit Feigenblättern an den Fingern zum Sonnenbaden gehen. 😉
Jetzt wird’s sommerlich
Feigen waschen und in Spalten schneiden.
Die Zitrone heiß waschen, etwas Schale fein abreiben und den Saft auspressen.
Die Bohnen waschen, Enden abschneiden und schräg in feine Streifen schneiden.
2 Liter Wasser mit ordentlich Salz und einem zerknüllten Feigenblatt aufkochen. Die Penne hineingeben und bissfest kochen. Etwa 4 Minuten vor Ende der Garzeit kommen die Bohnen dazu.
Währenddessen die Sonnenblumenkerne in einer trockenen Pfanne goldbraun rösten. Nicht wegschauen – die kleinen Kerne haben nämlich erstaunlich schnell ihren „Ups, jetzt sind sie zu dunkel“-Moment. 😄
Jetzt darf alles zusammenfinden
Einen Schöpfer vom Nudelwasser aufheben.
Pasta und Bohnen abgießen. Zurück in den Topf damit. Jetzt kommen Zitronenschale, Zitronensaft, Kardamom und Ricotta dazu. Alles ganz locker miteinander vermischen. Wenn es ein bisschen mehr Cremigkeit braucht, kommt ein kleiner Schluck vom aufgehobenen Nudelwasser dazu.
Zum Schluss die Feigenspalten vorsichtig unterheben.
Auf Teller verteilen, großzügig mit den gerösteten Sonnenblumenkernen bestreuen und mit dem leuchtend grünen Feigenblätteröl beträufeln.
Noch ein bisschen frisch gemahlenen schwarzen Pfeffer darüber – und fertig ist sie:
Meine Pasta, die nach Sommer schmeckt, obwohl der Herbst schon leise anklopft. 🌿🍋☀️
Und wenn dann noch ein Feigenblatt auf dem Tisch liegt, ein Glas Wein daneben steht und die Sonne durchs Fenster schaut, dann ist mir der Übergang Sommer auf Herbst auch kulinarisch gut gelungen…
