Von Hitzekoller zu Regenwetter – was unser Verdauungsfeuer jetzt braucht 🌧️☀️
Erst haben wir geschwitzt wie im Dampfbad – und jetzt dreht Petrus den Wasserhahn auf.
Nach dieser ordentlichen Hitzewelle kommen nun Regen, kühlere Temperaturen und vor allem: jede Menge Luftfeuchtigkeit.
Und während wir uns vielleicht über die Abkühlung freuen, schaut unser Verdauungssystem ein bissal skeptischer drein. 😉
Aus ayurvedischer Sicht ist nämlich gerade dieser Wetterwechsel interessant: Die große Hitze kann unser Agni, also unser Verdauungsfeuer, ziemlich beanspruchen. Kommt danach feucht-kühles Wetter, gesellen sich Eigenschaften dazu, die Ayurveda eher dem Kapha zuordnet – schwer, feucht, träge.
Kurz gesagt:
Unser Körper möchte jetzt nicht unbedingt den nächsten Eimer Eiswürfel, sondern ein bisschen liebevolle Unterstützung für sein inneres Feuer.
Jetzt darf es wieder warm werden
Nach den heißen Tagen waren Salate, Melonen, kalte Getränke und leichte Sommergerichte genau das Richtige. Jetzt dürfen wir langsam wieder einen Gang zurückschalten.
Nicht gleich mit Schweinsbraten und Knödeln – keine Sorge! 😂
Sondern mit warmem, gut gekochtem, leicht verdaulichem Essen, das unser Agni sanft unterstützt.
Besonders schön passen jetzt:
🌿 Mungdal und leichte Linsengerichte
🍚 warmes Basmatireis-Gemüse
🥕 gedünstete Karotten, Fenchel, Zucchini oder Kürbis
🍲 Suppen und Eintöpfe
🌶️ Ingwer, Kreuzkümmel, Koriander, Fenchel und Kurkuma
🧈 ein kleines bisschen Ghee – denn ein bisserl darf’s schon sein!
Auch beim Trinken können wir wieder auf warme oder lauwarme Getränke setzen. Ein Tee aus Kreuzkümmel, Koriander und Fenchel ist jetzt ein wunderbarer Begleiter.
Und der Eiskaffee?
Darf natürlich bleiben. Wir sind schließlich keine Ayurveda-Roboter. 😄
Aber vielleicht nicht mehr fünf davon am Tag.
Rohkost darf eine Pause machen
Ich weiß, nach wochenlanger Hitze klingt ein großer knackiger Salat mit eiskaltem Getränk daneben ziemlich verlockend.
Aber wenn draußen die Luft schon feucht und schwer ist, muss unser Essen nicht auch noch dieselbe Persönlichkeit bekommen.
Gerade jetzt ist gekochtes Gemüse oft angenehmer für die Verdauung als riesige Mengen Rohkost. Das bedeutet keineswegs, dass Salat verboten ist. Ayurveda ist schließlich keine Verbotspartei.
Es geht vielmehr um die Frage:
Was tut mir gerade gut?
Und das kann sich im August innerhalb weniger Tage ziemlich deutlich verändern.
Und was macht Vata?
Nach einer langen heißen Phase kann auch Vata ordentlich mitmischen. Deshalb würde ich jetzt nicht in die andere Richtung übertreiben und plötzlich nur noch trockene, leichte Lebensmittel essen.
Also nicht:
„Es regnet – her mit dem Knäckebrot!“ 😂
Sondern lieber warm, weich, gut gewürzt und mit etwas gesunder Fettigkeit.
Genau diese Balance ist für mich das Schöne an Ayurveda:
Wir essen nicht stur nach einem Kalender, sondern schauen auch darauf, was draußen passiert und was unser Körper gerade braucht.
Und jetzt wird wieder gemeinsam gekocht! 👩🍳🌿
Passend zum Wetterwechsel gibt es auch eine besonders schöne Nachricht:
Im September starten in der Bio-Küche Attersee wieder meine Ayurveda-Kochkurse!
Gemeinsam kochen wir mit saisonalen Lebensmitteln, aromatischen Gewürzen und ganz viel Freude am Essen.
Dabei geht es nicht darum, komplizierte exotische Gerichte zu zaubern oder künftig nur noch mit 37 Gewürzdosen zu leben. 😉
Es geht darum zu verstehen:
Warum tut mir dieses Essen gut?
Welche Gewürze unterstützen meine Verdauung?
Wie kann ich Ayurveda unkompliziert in meinen Alltag bringen?
Und wie kann gesundes Essen gleichzeitig richtig gut schmecken?
Denn genau das ist mein Zugang zu Ayurveda:
Gesundheit darf schmecken. Und Kochen darf Spaß machen.
Ich freue mich sehr darauf, ab September wieder mit euch den Kochlöffel zu schwingen – in meiner Bio-Küche in Attersee.
Und wer weiß … vielleicht ist dann auch Petrus schon wieder auf Sommerurlaub. 😄

ein Foto vom Essen des SCATT Stegfest, Mungdal mit Gewürzreis, Zuccine Fenchel Gemüse und Marillenchutney, so kann man sich auch optisch den Sommer auf den Tisch holen. Tut sooo guttt…