Kategorie-Archiv: Tee

Adventskalender für Lieblingsmenschen…

adventskalender 1a

…dieses Jahr gibt es für unsere Lieblingsmenschen einen kulinarischen Zeitabkürzer für Weihnachten…

ich werde Euch am Laufenden halten was den Inhalt dieser Geschmacksbomben angelangt… Paprikamarmelade war ja schon gelle…

Euch alles eine „stade Zeit“… Claudchi mit Familie

Griechische Bergrose: ZISTROSE

Zistrose – die griechische Bergrose wird vor allem bei den Mittelmeervölkern schon seit jeher als Heilpflanze bei verschiedenen Beschwerden eingesetzt. Insbesondere in Griechenland findet der wärmeliebende, bis zu einem Meter große Strauch die idealen Bedingungen, um zu gedeihen. Dort wird der Zistrosenabsud, auch Cystustee genannt, bei verschiedenen Hautproblemen, wie Akne oder Neurodemitis, eingesetzt.

Es gibt viele Arten von Zistrose, zur Anwendung in der Heilkunde kommt meist die graubehaarte Zistrose mit dem lateinischen Namen Cistus incanus. Ich stelle ihn Euch heute als Tee vor..

 

Die Wirkung von Zistrosentee

Neben der postiven Wirkung des Zistrosentees bei Hautunreinheiten und anderen Hautproblemen, besitzt die Zistrose auch eine antibakterielle und antivirale Wirkung und kann somit therapeutisch oder auch vorbeugend bei Erkältungskrankheiten, Grippe und bakteriellen Infektionen eingesetzt werden. Des Weiteren hemmt die Zistose das Pilzwachstum und kann somit auch gegen Candida ablbicans eingesetzt werden. Weiterhin wird der Zistrosentee auch bei Schleimhautentzündungen empfohlen. So kann die Zistrose beispielsweise das Bakterium Helicobacter eindämmen, das Magenschleimhautentzündungen hervorruft. In Ägypten wurde die Zistrose auch als Zahnpflegemittel verwendet.

Zistrosentee wird im Allgemeinen zur Stärkung des Immunsystems empfohlen und kann dieses auch effektiv bei Erklältungskrankheiten und grippalen Infekten unterstützen. Forscher konnten bei ihren Untersuchungen herausfinde, dass die Wirkstoffe der Zistose, insbesondere die in der Pflanze enthaltenen Polyphenole, Krankheitserreger daran hindern können in Zellen der Schleimhäute der oberen Atemwege einzudringen, dass sich Bakterien und Viren nicht im Körper ausbreiten können. Hinzu kommt, dass die Zistrose bzw. der Zistrosentee keine Nebenwirkungen nach sich zieht. Gesunde Zellen werden nicht geschädigt und im Gegensatz zu einer Behandlung mit Antibiotika zeigen die Viren keine Resistenzbildung.

Die Hauptwirkstoffe der Zistrose sind Polyphenole, Harz, Labdanum, ätherische Öle, Borneol, Limonen, Zineol, Phenol, Ledol und Eugonol.

Zistrosentee Zubereitung

Für den Zistrosentee werden sowohl die Blätter als auch die Zweige verwendet. Dazu übergießt man zwei bis drei Esslöffel Zistrosentee mit einem Liter heißem Wasser und lässt diesen fünf Minuten ziehen. Bei Zahnfleisch- oder Halsentzündungen sowie zur Infektionsvorbeugung empfiehlt es sich dreimal täglich davon zu trinken bzw. zu gurgeln.

Da durch die Gerbstoffe im Harz der Zistrose Schwermetalle im Körper gbunnden werden kann, wird der Zistrosentee auch zur Entgiftung des Körpers empfohlen. Zur Entgiftung und Stärkung des Immunsystems werden in der griechischen Volksmedizin etwa 10 Gramm des Tees zusammen mit einem Liter Wasser zum Kochen gebracht und etwa fünf Minuten lang leise geköchelt. Der Zistrosentee kann so über den ganzen Tag verteilt getrunken werden.

Zur äußeren Anwendung kann auf die gleiche Weise ein Sud zubereitet werden…

 

Brennnessel – UNKRAUT war GESTERN

Die Brennessel (Urtica) ist wohl eines der bekanntesten Heilkräuter unserer heimischen Gärten, Wiesen und Wälder. Vermutlich liegt das an ihrer auffälligen Art sich in Erinnerung zu rufen und den vorbeigehendem Spaziergänger unangenehm zu zwicken, auf das er sie nicht so schnell vergessen möge.

Doch schon unsere Vorfahren wussten dieses einzigartige Kraut, seine Samen und dessen Wirkungen sehr zu schätzen.

Als eines der ersten Kräuter die im Frühjahr das Erdreich durchbrechen, war es durch seinen hohen Vitamingehalt (Vitamine A,B,C und E) gerade für das einfache Volk ein wichtiges „Nahrungsergänzungsmittel“, welches die Mängel am eigenen Körper durch den vergangenen Winter und den damit einhergehenden Vitaminmangel (Skorbut) vertrieb.

Bekannt sind auch ihre entschlackende Wirkung, die Einnahme bei Harnwegstörungen, ihre blutreinigenden und anregenden Eigenschaften, sollte hier ebenfalls nicht unerwähnt bleiben.

Doch diese zu Unrecht als Unkraut bezeichnete Heilpflanze, kann noch einiges mehr.

Bereits vor 2000 Jahren erkannten die Menschen die aphrodisierende Wirkung der Brennesselsamen. Frisch oder getrocknet verzehrt, haben die Samen allgemein eine anregende energetisierende Wirkung und können so auch sehr gut gegen Müdigkeit, oder Stress bedingter Leistungsschwäche eingesetzt werden.

Die Sammelzeit für die Brennesselsamen ist der August. Auf Grund seiner unangenehmen Eigenart, sollte Du Dir Handschuhe beim Sammeln und Ernten anziehen (ein altes Plastiksackerl tut es als Schutz auch).

Um die Brennesselsamen zu konservieren, kannst Du die Samen auf einem sauberen Leinentuch im Schatten trocknen oder sie auch im Dörri trocknen.

Du kannst aber auch die frischen Samen verwenden um zb einen Energiehonig herzustellen —> Energiehonig

energiehonigAchte bei der Aufbewahrung darauf, dass das Gefäß vorher gründlich gereinigt und anschließend luftdicht verschlossen wird. Insbesondere eignen sich hier Einweckgläser.

Brennnessesamen lassen sich auf vielfälige Weise in deinem Speiseplan verwenden. Deiner Fantasie ist keine gesetzt. Überall dort wo du besonders wertvolle Energie und Vitamine/Spurenelemente/Mineralien/Aminosäuren brauchst und es geschmacklich passt — > schwupps Brennnesselsamen dazu.

Ob in Kräuterpalatschinken (oder Fritatten) in Suppen, Brotteig, in deinen Tee, Salat, Gemüse, Eintopf…. oder aber auch einfach aufs Butterbrot…

Unkraut war gestern, heute hat man die Brennnessel als das erkannt was sie ist, ein kleines Wunderwerk der Natur.

GINGER ALE – selber machen (Ingwersirup) zum Aufspritzen oder auch als Teebasis

Gingerale selbstgemacht

Gingerale selbstgemacht

Ingwer. Was für ein Stückerl Energie!

Vor einigen Jahren wusste ich noch gar nicht so viel damit anzufangen. Doch das hat sich geändert, als ich eines Tages mit einer Columbianerin zusammen in einer Küche stand und sie so mal eben zwischendurch einen Tee aus Ingwer, Zitrone und Mascobado Zucker zauberte… da fängt sie jede Erkältung ab – meinte sie – und behielt Recht.

Seitdem kaufen ich ihn in richtigen Massen und ich hab ihn immer, aber wirklich immer in unserer Küche vorrätig. Ohne geht nicht mehr. Für ein einfaches Wok-Gericht verbrauche ich ca ein walnussgroßes Stück. Locker.

Und es ist einfach lecker! Das tolle an Ingwer ist seine Wirkung. Medizinisch ist er ein wahres Wundergewächs. Er hilft bei Übelkeit und Erbrechen, ist mit seinen Vitaminen ein guter Feind gegen Erkältung, hilft gegen Muskelschmerzen, ist entzündungshemmend und auch gegen rheumatische Erkrankungen soll er helfen. Hinzu kommt seine sofortige Wirkung beim Verzehr. Eigentlich auch schon beim Duft, wenn man an einem frisch angeschnittenen Ingwer schnuppert. Der Kopf wird auf einmal klar und man fühlt sich angenehm wach. Zudem wirkt er im Sommer wunderbar erfrischend während er hingegen im Winter auf wundersame Weise wärmt. Und stets lässt er ein wohliges Gefühl zurück.

Als Jugendliche bin ich auf den Geschmack von Ginger Ale gekommen, wusste damals aber nicht dass man diesen sogar selber machen kann… Ingwer in trinkbarer Form… ein wahrer Traum!

Also habe ich damit angefangen mein eigenes Ginger Ale zu mixen. Aus etwas selbst gemachtem Ingwersirup und Mineralwasser. Lecker sag ich Euch! Und das beste ist: man kann selbst dosieren, wie stark man sein Ale haben mag. Einfach genial! Auch heiss aufgegossen mit noch einer Portion Zitrone… ein he-ich-mach-dich-heiss-TEE 🙂

Auch kann man je nach Jahreszeit den Sirup unterschiedlich würzen so kannst du auch gerne etwas Zimt, Nelken oder ähnliches hinzufügen… zb für einen winterlichen Ingwersirup ersetzt man die Zitrone und Limette mit insgesamt einer Orange und röstet sich ein paar Gewürze in einer Pfanne, die man dann in dem Sud aus Ingwer, Zucker und Orange aufkocht. Empfehlenswert für diese Menge 5 ganze Nelken, 10 Cardamomkörner, 10 Zimtblüten und 5-10 Pfefferkörner.

Mascobado Vollrohrzucker ist ein wirklich wertvoller, noch unraffinierter Vollrohrzucker aus ökologischer Produktion. Mit dem Gehalt von wichtigen Mineralstoffen wie Calcium, Magnesium, Zink, Eisen und Phosphor, wird das Süßen nicht nur lecker, sondern auch gesünder. Aber es ist immer noch ein Zucker… 

Zutaten für ca 550ml

  • 500 ml Wasser
  • 200 g Mascobado Zucker (optional auch anderer, allerdings bekommt er dadurch einen vollmundigen Geschmack und eine sehr intensive Farbe.. du kannst auch mehr Zucker nehmen, ich mag eher wenig)
  • 150 g Ingwer
  • 2 Bio Zitrone mit verzehrbarer Schale

so gehts..

Den Ingwer ungeschält in dünne Scheiben schneiden oder hobeln (ich hab ja den Vitamix daher schmeiss ich alles zusammen rein und wummm…). Die Zitrusfrüchte mit heißem Wasser abwaschen, abtrocknen und mit einem Zestenreißer die Schale entfernen bzw. einfach abreiben. Dann die Früchte auspressen.

Alles zusammen mit dem Zucker und ohne Wasser für ein paar Stunden (auch über Nacht) einfach mal entspannen lassen.

Das Wasser mit dem Zucker, dem Ingwerzuckerzitronengemisch  in einen Topf geben, alles aufkochen und für ca.15 Minuten köcheln lassen, bis das Gemisch langsam eine sirupartige Konsistenz bekommt. Das ganze durch ein Sieb (oder eine Feinstrumpfhose…hatten wir ja schonmal..) in sterilisierte Flaschen umfüllen.